Worum geht es?

Die Webseite „Offener Prozess“ bündelt Initiativen und Informationen zur Aufarbeitung der NSU-Verbrechen in Sachsen.

Die Webseite ist ein Beitrag zur Verstetigung der Aufarbeitung der NSU-Verbrechen in Sachsen. Sie dient als Wissens- und Kontaktespeicher für ein breites Publikum – Schülerinnen, Studierende, Interessierte, Aktive, mit dem Ziel, damit eine gesamtgesellschaftliche Auseinandersetzung zu fördern.

Es ist ein Netzwerkprojekt der vorgestellten Initiativen, initiiert von ASA-FF e.V. Unterstützt wurde die Webseite von Studierenden der TU Chemnitz im Blockseminar „Zwischen Zäsur, Gras und Blinden Flecken: Die Aufarbeitung der NSU-Verbrechen in Sachsen“ im WS 2017/18.

Gefördert wurde die Webseite von der Stadt Zwickau. Die Webseite basiert auf der Situationsanalyse zum Stand der Aufarbeitung der NSU-Verbrechen in Sachsen, die der ASA-FF unterstützt von Hannah Zimmermann gemeinsam mit den o.g. Initiativen in Sachsen erstellt hat und di von der Stadt Chemnitz finanziert wurde.

Über ASA-FF e.V.

Im November 2016, 5 Jahre nach der Selbstenttarnung des Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU), haben wir als Gruppe von Theatermacherinnen, Konfliktforscherin und Verwaltungswissenschaftler das Theatertreffen „Unentdeckte Nachbarn“ in Chemnitz und Zwickau organisiert. „Unentdeckte Nachbarn“ zielte darauf, die Kontinuitäten des NSU-Unterstützungsumfeldes sichtbar und die Betroffenenstimmen hörbar zu machen. Es vernetzte kommunale, regionale und bundesweite Erinnerungsinitiativen an den Schnittstellen zwischen Kultur, Zivilgesellschaft und Wissenschaft. Zielstellung war die Eröffnung kreativer Handlungsräume zur kritischen Begleitung der Aufarbeitungsprozesse auf juristischer, parlamentarischer, institutioneller und kultureller Ebene in Sachsen. Das Nachfolgeprogramm neue unentd_ckte narrative entwickelt die Methode der Kreativen Diskurstransformation weiter. Das Theatertreffen wurde initiiert von den Grass Liftern – Kunstaktivisten, die über die Verbrechen des NSU „kein Gras wachsen lassen wollen“ und durch gezielte Interventionen immer wieder öffentliche Diskussionen in Sachsen provozieren. Der ASA-FF e.V. (Baujahr 1979) versteht sich als Plattform für aktuelle Diskurse rund ums Globale Lernen. Die über 160 Mitglieder des ASA-FF sind über den Globus verstreut und in unterschiedlichsten Führungspositionen & Branchen tätig – Wirtschaft, Forschung, Kultur, Nichtregierungsorganisationen, Verwaltung und internationale Organisationen.

Preise

Preise


Chemnitzer Friedenspreis (Chemnitz, 2017)
Anerkennungspreis, Sächsischer Förderpreis für Demokratie (Dresden, 2013 & 2017)
Bertinipreis für das im Rahmen von „Unentdeckte Nachbarn“ entstandene bundesländer-übergreifende Schultheaterprojekt „Rosarot ist eine Mischfarbe“ (Hamburg, 2016)
Erster Preis der Jugendjury des Wildwechselfestival TJG Dresden für das im Rahmen von „Unentdeckte Nachbarn“ entstandene „Beate Uwe Uwe Selfie Klick“ (Gerhild Steinbuch, UA) (Dresden, 2017); sowie Einladung zum Heidelberger Stückemarkt (2017)
Preis: Aktiv für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt, Bündnis für Demokratie und Toleranz (Bundeszentrale für politische Bildung, Leipzig, 2015)