spot_the_silence: Veranstaltungsreihe in Chemnitz, Wurzen, Freiberg und Dresden

Mit einer Videoinstallation und spannenden Veranstaltungen sind die Macher*innen von spot_the_silence in den kommenden Wochen in Sachsen unterwegs. Vor dem Hintergrund der Wahlerfolge rechter Parteien und anhaltenden rassistischen Mobilsierungen wird die Veranstaltungsreihe, der Frage nachgehen, was die aktuelle autoritäre Dynamik in Sachsen ausmacht und wie sie zu erklären ist.

Dafür werden unterschiedliche Zeiten und Perspektiven ins Gespräch gebracht: „DDR-Geschichte trifft BRD-Geschichte und beide begegnen einer gesamtdeutschen; historische Perspektiven werden in Relation zu aktuellen gesetzt; unterschiedliche Akteur_innen aus dem Osten treffen aufeinander und kommen ins Gespräch mit solchen aus dem Westen.“

Weiter Hintergründe zu den Veranstaltungen wie auch zur Installation gibt es im Begleitheft zur Veranstaltungsreihe. Aktuelle Informationen zu Veranstaltungsorten & Co. gibt es auf Facebook und Twitter @spotthesilence.

Hier der Überblick über die einzelnen Veranstaltungen:

Die Wiederkehr des Unaufgearbeiteten – Über den Umgang mit dem nationalsozialistischen Erbe in der DDR und dessen Gegenwart
6. Juni 2019, Chemnitz: 19 Uhr im Weltecho

mit: Fabian Bechtle (Forum demokratische Kultur und zeitgenössische Kunst), Sarah Kleinmann (Kulturanthropologin und politische Bildnerin), Hannah Zimmermann (Soziologin, „Offener Prozess“) und René Hahn (Roter Baum e.V. Zwickau)

Die autoritäre Revolte ins Ostdeutschland
26. Juni 2019, Freiberg: 19 Uhr, Ort folgt

mit: Felix Schilk (wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie der TU Dresden) und Matheus Hagedorny (Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus, Berlin)

Rassismus, Migration und die Konstruktion des „Fremden“ in der DDR
5. Juli 2019, Dresden: 19 Uhr, Ort folgt

mit: Aurora Rodonò (Kulturarbeiterin und Dozentin), Raiko Hannemann (Alice-Salomon-Hochschule Berlin) und weiteren Gästen.

Videoinstallation „Gespräche / Assemblag – den NSU-Komplex kontextualisieren“
Chemnitz: 1. bis 12. Juni 2019, Das TIETZ (Erdgeschoss), 11 bis 17 Uhr
Bennewitz: 15. Juni 2019 beim Wurzener Landfest und dem
NDK e.V.
Dresden: 29. Juni bis 6. Juli 2019,
Hole of Fame / Kunsthaus Dresden

Außerdem zeigt Spot the Silence die Installation „Gespräche/ Assemblage – den NSU-Komplex kontextualisieren“, die sich aus neun Videointerviews zusammensetzt. Darin schildern Menschen ihre Erfahrungen mit und vor allem ihre Kämpfe gegen Rassismus in Deutschland und ermöglichen einen anderen Blick auf Migration. Die Installation zeigt Protagonist_innen der postmigrantischen Gesellschaft, die sich nicht vorschreiben lassen, wo und wie sie zu leben haben, sondern selbstbewusst ein gutes Leben für alle einfordern.